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Kinderschuhe

Eltern möchten ihrem Nachwuchs natürlich einen optimalen Start ins Leben ermöglichen und dazu gehören natürlich auch die richtigen Schuhe – und das von Anfang an.
Spätestens ab dem Kindergartenalter fordert unser Nachwuchs Mitspracherecht in Sachen Schuhauswahl. Die Wahl bei Jungenschuhen wird oft durch die Werbung des Lieblingsfußballspielers beeinflusst oder danach, welcher Actionheld gerade angesagt ist, während Mädchenschuhe häufig an die Prinzessinnen aus dem Märchenbuch erinnern. Häufig aber werden aie auch nach Vorbildern aus der Musik- und Filmwelt gewählt.
Generell müssen Kinderschuhe dem Kinderfuß angepasst sein – eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung! Das Sprichwort, dass unsere Füße uns unser Leben lang tragen müssen, ist nicht einfach nur Gerede. Ein Fuß, der sich nicht gesund entwickeln konnte, kann diese Leistung nämlich nicht vollbringen!
Mode und der Anspruch an eine ideale Passform schließen sich dabei keineswegs aus. Gummistiefel für Matschwetter und Schlammspiele, Halbschuhe für Frühjahr und den Herbst, Sandalen und Ballerinas für sonnige Tage: Eltern können in einem Schuhjahr viel Geld loswerden. Stiefel halten meist nur eine Saison durch und Sportschuhe werden für die Halle und extra fürs Outdoorvergnügen benötigt. Und Fußballschuhe müssen vielleicht auch sein? Hausschuhe für den Kindergarten und für zu Hause müssen angeschafft werden. Der Kinderschuhschrank ist oft mit mehr Schuhen gefüllt als der Schrank von Papa.
Der Gedanke, teure und noch gut erhaltene Kinderschuhe an die kleinen Geschwisterchen weiterzugeben, erscheint zwar verlockend, sollte aber am Besten gar nicht erst zu Ende gedacht werden. Jedes Kind hat eine spezielle Fußform und der Schuh passt sich daran an. Der Fuß eines Kindes allerdings, der in getragene Schuhe gesteckt wird, muss sich quasi an den bereits vorgeformten Schuh anpassen – dadurch können große, gesundheitliche Schäden entstehen.
Mehr als zwei Drittel der Kinder tragen, oftmals durch unbemerkte Wachstumsschübe verursacht, zu kleine Schuhe. Wichtig ist es deshalb, generell vor jedem Schuhkauf, noch besser alle 8- 12 Wochen, die Füße des Kindes exakt ausmessen zu lassen, um so Fehlstellungen oder gar Verformungen vorzubeugen. Gut sortierte Schuhfachgeschäfte als auch Discounter bieten diesen Service digital oder auch manuell an. Im Schuhgeschäft hat man außerdem den Vorteil, dass nicht nur die Länge der Füße gemessen wird, sondern auch der Spann. Kinder mit einem hohen Spann haben oft das Problem, dass die Schuhe drücken, obwohl sie die richtige „Schuhlänge“ tragen. Ein flacher Spann kann zu unsicherem Halt im Lauflernschuh führen. In einem zu weiten und locker am Fuß sitzenden Schuh kann der Fuß beim Laufen nach vorn in die Schuhspitze rutschen. Dies kann zu einer Stauchung der Zehen ähnlich wie in einem Kinderschuh mit zu kurzer Innenlänge führen – und letztlich zu einer Deformierung der Zehen.
Wer meint, durch Drücken auf den Schuh die richtige Größe ertasten zu können, irrt leider. Durch einen angeborenen Reflex ziehen die Kinder die Zehen ein und die bekannte Zehenprobe führt dadurch zu ganz falschen Ergebnissen. Den Platz, den der Kinderfuß braucht um in die nächste Größe hineinzuwachsen, wird im Fachgeschäft als Sicherheitsabstand einkalkuliert.
Auf ein Fußbett im Kinderschuh kann allerdings gänzlich verzichtet werden. Der Fuß wird dadurch unnötig in eine bestimmte Form gebracht. Atmungsaktivität und Strapazierfähigkeit sind allerdings sehr gute Argumente für einen qualitativ hochwertigen Schuh. Darüber hinaus sollte er auch leicht zu reinigen und natürlich auch angenehm zu tragen sein – wichtige Attribute eines guten Kinderschuhs!

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