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Damen Pumps

Wer sich ein wenig mit dem Thema Mode und im Speziellen mit Schuhen beschäftigt hat, mit der Entwicklungsgeschichte von Schuhen, wird wissen, dass die Vorläufer der heutigen Pumps bereits im Mittelalter entwickelt wurden. Für Damen aus gehobenem Stand war es verpönt in den einfachen Schuhen herumzulaufen, die von den Frauen aus dem einfachen Volk getragen wurden. Für sie kreierte man sehr spezielles Schuhwerk, in dem sie wahrscheinlich schlecht laufen konnten – aber das mussten die Damen der höheren Gesellschaft ja glücklicherweise auch nicht. Im 14. Jahrhundert begannen die Schuhmacher, die Schuhe sehr prachtvoll zu verzieren. Gerade bei den Adeligen der damaligen Zeit gab es rein optisch keinen Unterschied zwischen Damen- und Herrenschuhen. Die Schuhe aus dieser Epoche erinnern durchaus an die heute gängigen Pumps, die wahrscheinlich niemals aus der Mode kommen werden. Sie hatten einen kleinen Absatz, wirkten insgesamt sehr zierlich und je pompöser die Verzierung war, umso besser. Und eigentlich eine bequeme Sache. Der Schuhmacher kam ins Haus, nahm Maß und durfte dann sozusagen „unisex“ kreativ sein.

Die Unterscheidung in Damenschuhe und Herrenschuhe erfolgte erst mit dem 17. Jahrhundert. Männer trugen immer mehr Stiefel, während die Schuhmode der Damen noch immer sehr aufwändig war. Kleine, zierliche Schühchen aus Leder, Stoff, Samt und Seide, reich verziert und inzwischen auch mit einem Absatz ausgestattet. Die Schuhmode während der Epoche des Barock kommt den modernen Pumps bereit sehr entgegen und interessant ist, dass die Barockmodelle in der heutigen Zeit offenbar wieder entdeckt wurden. Die Schuhdesigner von heute orientieren sich gerne an den reich verzierten Pumps aus der Barockzeit und entwerfen hübsche, zierliche Schuhe, die reich verziert werden und an den hübschen Füßen einer Frau, passend zum Outfit ganz sicher ein Blickfang sind. Für die Fans der Stilrichtung Gothic sind derartige Pumps natürlich absolute Pflicht.

Doch gerade bei Pumps ist die Kreativität der Designer sehr groß. Suchen Frauen nach Pumps, meinen sie häufig eher die klassischen Modelle. Nebenher wird häufig noch ein besonders schickes paar Pumps mitgenommen, das modisch witzig ist, vielleicht auch nur zu einem einzigen Kleid passt – dem Kleid, das man bisher nie tragen konnte, weil man dafür einfach nicht die passenden Schuhe hatte. Um Pumps zu kaufen braucht Frau keinen Grund, sondern einen optischen Reiz.

Pumps passen zu jedem Kleidungsstil. Die zierlichen Pumps mit den hohen Stiletto-Absätzen sind sehr reizvoll für Partys und andere, abendliche gesellschaftliche Anlässe. Die klassischen Pumps eignen sich eher für dezente, berufliche Auftritte. Witzige Pumps in bunten Modefarben sind ein absoluter Knaller in Kombination mit Jeans oder Dreiviertelhosen. Zu kurzen Röcken sind Pumps mit Fesselriemchen ein attraktiver Anblick. Rein farblich bietet sich hier alles an, was der Kleiderschrank hergibt. Die meisten Frauen haben sich absolut stilsicher für ganz bestimmte Farben entschieden. Während die einen warme, herbstliche Farben bevorzugen wir unterschiedliche Nuancen in Braun oder dunklem Rot, mögen es andere lieber bunt und verspielt. Sich an den Oberteilen zu orientieren, ist gar keine schlechte Idee. Weiße Pumps zur schwarzen Hose mit weißem Oberteil? Oder auch für die etwas Mutigeren, ein rotes Oberteil und rote Pumps zur schwarzen, weißen oder grauen Hose? Es ist das Spiel mit den Farben und den Stilrichtungen, das Pumps so attraktiv macht – und die Auswahl so schwer!