Moderatgeber

Trauringe

Trauringe gehören zu der Kategorie Ringe, die eine besondere Bedeutung haben. Dementsprechend werden sie nicht in erster Linie nach einer möglichst dekorativen Optik ausgesucht, die am Ende noch einer bestimmten Moderichtung unterworfen ist. Eheringe haben gute Chancen, ein Leben lang getragen zu werden und sollten deshalb nach möglichst neutralen Gesichtspunkten ausgewählt werden.
Allerdings ist es mehr als verständlich, dass sich die Brautleute bei der Auswahl ihrer Trauringe auch von der Optik leiten lassen. Es geht in erster Linie um das Heiratsversprechen, das mit dem Anstecken der Ringe während der Hochzeitszeremonie gegeben wird. Es steht aber nirgendwo, dass es sich um einen ganz schlichten Ring handeln muss, es darf ruhig ein bisschen glitzern und schimmern. Als Kompromiss bieten sich Trauringe mit einem eingelassenen Stein an. Diamanten symbolisieren die Unvergänglichkeit und der Ring als Symbol der Liebe – gibt es eine bessere Kombination? Wer partout noch mehr Glitzer, Schimmer und Schmuck haben will, kann zum Trauring für die Dame einen Vorsteckring wählen. Üblicherweise trägt ihn nur die Dame. Er wird hinter den Ehering geschoben, sodass beide Ringe an einem Finger sitzen und ein harmonisches Bild abgeben.
Ob es sich um goldene Trauringe handeln soll oder ob eine andere Edelmetallfarbe bevorzugt wird, ist nichts als Geschmackssache. Wird Silber gewünscht, soll bitte unbedingt auf eine gute Qualität geachtet werden, damit die Ringe so lange schön bleiben, wie die Ehe glücklich ist. Eine andere Alternative zu Gold ist Platin. Trauringe aus Platin wirken schlicht und gleichzeitig elegant. Sie werden gerne mit Diamanten kombiniert oder erhalten mit einer schmalen Linie in Gold eine interessante Färbung. Weißgold ist ebenfalls eine gern gewählte Alternative, die ebenso häufig mit Gelbgold zusammen verarbeitet wird.
Die Breite der Ringe sagt nichts über die Lebenserwartung der Ehe aus. Wenn das so wäre, würden alle Eheringe XXL-breit sein. Ob sie schmal, mittel oder sehr breit ausfallen sollen, hängt von der Form der Hände ab. Klingt einfach, aber an dem Vorhaben Ehe sind zwei Personen beteiligt, deren Hände mit Sicherheit nicht gleich stark oder schmal geformt sind. Der Mittelweg, der hier gefunden werden muss, ist einstweilen eine gute Übung für zukünftige Kompromisse, die bestimmt in den folgenden Jahren immer wieder fällig werden. Wenn die Finger von Braut und Bräutigam sehr unterschiedlich sind, sollte die Wahl der Trauringe weder auf sehr schmale noch auf sehr breite Modelle fallen.
So, die Trauringe sind gefunden, gekauft, bestellt und geliefert. Jetzt erhebt sich die Frage, wohin mit ihnen bis zur Trauung? Dieses Problem gelöst hat jenes Paar, das sich klassisch verloben möchte. Die Ringe werden üblicherweise am linken Ringfinger getragen, bis zum Tag der Eheschließung. Ansonsten sind sie in Lauerstellung und warten auf ihren Einsatz – zu dem sie dann hoffentlich auffindbar sind. Man kennt ja die Szenen aus diversen Spielfilmen, in denen die Trauringe fieberhaft gesucht werden, mit wechselndem Erfolg. Um dieses Chaos zu verhindern, können die Trauringe auch gleich einem der Trauzeugen zur treuen Aufbewahrung übergeben werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser am Tag der Hochzeit dann auch mitsamt den Ringen einfindet. Aber man muss ja nicht jede Katastrophe für sich pachten. Viel Glück!