H&M

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In vielen deutschen Städten ist das Modegeschäft mit den beiden roten Buchstaben nicht mehr aus dem Stadtbild weg zu denken. Das schwedische Textilunternehmen Hennes & Mauritz, kurz H&M, ist eines der größten Modeunternehmen sowohl im deutschen, als auch im internationalen Raum.

Gegründet wurde das Unternehmen nach dem Erling Persson 1946 in die USA reiste und mit einer neuen Geschäftsidee zurück in seine Heimat kam. Es wollte modische und qualitätsvolle Mode zu kleinen Preisen verkaufen und eröffnete ein Jahr später das erste Hennes-Geschäft. Damals hieß das Unternehmen lediglich Hennes und bot ausschließlich Damenbekleidung an. Hennes ist schwedisch und bedeutet „für sie“. Nach dem 1968 das Unternehmen Mauritz Widfors übernommen wurde und damit eine Herrenkollektion in das Sortiment aufgenommen wurde, änderte man den Firmennamen zu Hennes & Mauritz.

H&M bietet Kleidung für Damen, Kinder und Herren an und das in weltweit über 37 Ländern. Laut eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen mehr als 76 000 Mitarbeiter. Bis heute eröffnete das Unternehmen weltweit ca. 2000 Filialen, die sich neben europäischen Ländern, wie Dänemark, Norwegen, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Russland, Ungarn, den Bene-Lux Ländern, Polen und natürlich Deutschland und Schweden, auch in den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada sowie auf dem asiatischen Kontinent in China, Japan, Südkorea und in Hongkong befinden. Allein in Deutschland existieren 346 Geschäfte in 202 Städten und jährliche kommen neue Filialen hinzu.

Produziert wird die Kleidung von H&M nicht in eigenen Produktionsstätten, weltweit arbeitet das Modeunternehmen mit 700 Herstellern zusammen, von denen knapp 60 Prozent aus Asien stammen.

Die Mode von H&M ist vielfältig und breit gefächert. Von Basic-Artikeln, wie T-Shirts, Tops, Hemden und Jeans bietet das Label auch ausgefallene und elegante Kleidung. Die Designs passen sich den aktuellen Trends der Modewelt an, verlieren allerdings nie eine gewisse Schlichtheit. Vor allem die Basics sind in einem großen Farbenspektrum erhältlich und dürfen in keinem Schrank fehlen. Passend zu den Jahreszeiten bietet das Unternehmen sommerliche Kleider mit floralen Mustern, raffinierten Details und etlichen Hinguckern an. Die verschiedensten Schnitte, vom Träger-, über das Neckholder- bis hin zum Armellosenkleid, bietet das Unternehmen jegliche Form an. Dicke Wollpullover und Mäntel bietet die Winterkollektion. Zusätzlich wird bei H&M auch Mode für Schwangere angeboten. Unter dem Namen BIB befinden sich Kleidungsstücke der Konfektionsgrößen 44 bis 54 im Sortiment. Und natürlich darf auch die Sport- und Bademode sowie eine eigene Unterwäsche-Kollektion nicht im Sortiment fehlen. Vervollständigt wird das Ganze durch Accessoires, von Tüchern und Gürteln, bis hin zu Taschen, Schmuck und Sonnenbrillen. Ein weiterer Bestandteil des Sortiments sind Schuhe und eine eigene Schmink- und Pflegeserie.

Neben den Standard-Kollektionen bietet H&M von Zeit zu Zeit exklusiven Kollektionen an, die meist einen großen Kundenansturm zur Folge haben. So wurde im November 2004 eine Kollektion von Karl Lagerfeld, 2005 eine von Stella McCartney und 2009 eine von Jimmy Choo auf den Markt gebracht. Das besondere an diesen Kollektionen sind die günstigen H&M Preise. Weitere berühmte Werbeträger des Unternehmens waren schon die Sängerinnen Madonna und Kylie Minoque, das Computerspiel Die Sims 2 erhielt ein eigenes Accessoires-Packet und auch der Modedesigner Roberto Cavalli entwarf 2007 Kleidung für das wohl berühmteste schwedische Modelabel.

H&M steht immer wieder in der Kritik, dass die Herstellung der Kleidung bzw. die Produktion von Rohstoffen durch Kinderarbeit hergestellt wird. 2007 wurde dem Unternehmen vorgeworfen, seine Baumwolle aus Usbekistan zu erhalten, dort wurde staatlich verordnet, dass die Baumwolle häufig von Kindern gepflückt wird. Seit 2008 arbeitet H&M nun in einem gemeinsamen Projekt mit der Kinderhilfsorganisation UNICEF, dabei sollen Eltern und Behörden über die negativen Folgen der Kinderarbeit aufgeklärt werden. Außerdem engagiert sich das Unternehmen mit einer Kollektion „Fashion Against AIDS“ für ein neues Bewusstsein von Jugendlichen für AIDS und HIV. Dabei gehen 25 Prozent des Verkaufspreises an Projekte zur Verhütung von AIDS.