Handpflege
Können Sie sich noch an die Werbung erinnern, in der die Kosmetikerin ihrer erschrockenen Kundin erklärte, sie würde gerade ihre Hände in Palmolive baden? Diese Werbung lief über viele Jahre im Fernsehen und ist uns wahrscheinlich allen in Erinnerung geblieben. Die Kundin zieht entsetzt ihre Finger aus dem Palmolive-Bad und fragt erschrocken: „In Spülmittel?“ Die Kosmetikerin schiebt die Hand der Kundin wieder in die Flüssigkeit und lächelt wissend. Denn Palmolive ist natürlich das Beste Mittel für die Handpflege.
Oder etwa doch nicht? Bevor hier Missverständnisse entstehen: ganz sicher handelt es sich bei der erwähnten Marke um ein hervorragendes Spülmittel. Doch zur Handpflege ist es ja eigentlich nicht gedacht. Die Werbung sollte symbolisieren, dass dieses Spülmittel der gepflegten Hand nichts ausmacht, sie sogar zusätzlich pflegt.
Leider entspricht das nicht so ganz der Wahrheit und wer einen Haushalt zu führen hat, weiß das. Wir können noch so intensiv Karriere machen, vor der Hausarbeit rettet uns niemand. Und selbst wenn wir uns eine Haushaltshilfe leisten können und auch eine Spülmaschine besitzen – in den meisten Haushalten inzwischen Standard – werden wir trotzdem noch oft genug mit Putzmitteln in Kontakt kommen. Spülen oder den Boden wischen, dafür verwenden wir natürlich spezielle Mittel. Daneben steht der spezielle Fettreiniger. Das Fleckenspray. Glasreiniger. Und zahlreiche, weitere Mittel. Eines steht fest: so gut diese Mittel auch sein mögen, grundsätzlich tun sie unserer Haut nicht gut. Sie trocknen die Haut aus und einige Reinigungsmittel sind so stark, dass sie die Haut aufquellen lassen, die Fingernägel brüchig werden lassen. Das Tragen von Gummihandschuhen ist an sich eine gute Prophylaxemaßnahme. Allerdings reagiert die Haut an den Händen auch nicht gerade dankbar darauf und manche Menschen vertragen Gummihandschuhe nicht besonders gut, reagieren allergisch auf das Material.
Hinzu kommt natürlich der Wettereinfluss. Heiße Temperaturen trocknen die Haut aus, Kälte beißt sich geradezu fest und lässt sie rissig werden. Die meiste Arbeit, die wir tun müssen, erledigen wir mit unseren Händen und das macht sich bemerkbar. Sie sind schon mal umgezogen und haben eine Wohnung vollständig renoviert? Dann wissen Sie sicher noch, wie dankbar Ihre Hände im Anschluss auf intensive Pflege reagiert haben!
Doch was ist eine gute Handpflege eigentlich? Welche Produkte sind nötig?
Im Grunde ist das gar nicht viel. Zu einer guten Handpflege gehört eigentlich nur eine regelmäßige, gründliche Reinigung und eine gute Handcreme. Dass man sich nach jedem Toilettengang die Hände wäscht, ist selbstverständlich. Vor dem Essen wäscht man sich die Hände – auch das ist selbstverständlich. Und einfach so, zwischendurch, natürlich auch mal. Das ist schon mal eine gute Maßnahme. Die Haut an den Händen jedoch bildet sich ebenso stark immer wieder neu wie die Haut am ganzen Körper und im Gesicht. Neue Haut entsteht durch Zellteilung in den unteren Schichten und dringt nach oben – auf der Oberhaut werden verbrauchte Zellen abgestoßen. Mit einem Handpeeling, das man ab und zu durchführt, können die abgestorbenen Hautzellen effektiv gelöst werden. Die Handcreme kann danach wesentlich besser einziehen.
Handcreme ist grundsätzlich ein gutes Stichwort. Sie hält die Hände zart und geschmeidig – und versorgt sie mit wertvollen Nährstoffen, vor allem aber mit Feuchtigkeit.





