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Mädchen Kleider

Sind Sie jemals in Turnschuhen auf eine Beerdigung gegangen? Oder in Jeans zu einer Hochzeit? Vermutlich nicht. Wenn man nun fragt: Warum eigentlich nicht? Dann lautet die Antwort möglicherweise: Weil man es einfach nicht tut!

Lassen Sie sich nicht verunsichern. Das Folgen gewisser, gesellschaftlicher Zwänge hat nichts mit mangelnder Charakterstärke oder fehlendem persönlichen Stil zu tun. Es gibt einfach Momente, in denen es gesellschaftlichen Vorstellungen entspricht, sich dem Anlass entsprechend zu kleiden. So stellt sich die Frage – warum sollte dies für Kinder anders sein?

Mädchenmode überzeugt mit einer Vielzahl von Facetten, die man beim anderen Geschlecht eher nicht findet. So kann man beispielsweise problemlos für jeden Anlass und jede Gelegenheit Kleider kaufen. Egal ob es nun das Jeanskleid für den Kindergeburtstag ist oder das weiße Blumenmädchenkleid auf der Hochzeit – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Bereits für die Kleinsten Kinder gibt es Kleider ab der Größe 68. Neben optischen Gründen, die jedoch abgesehen von entsprechenden gesellschaftlichen Anlässen bei Kindern eher in den Hintergrund treten können, liegt das Kleid mit praktischen Aspekten ganz weit vorn auf der Bekleidungsskala.

Im Sommer kann es ideal über einer Strumpfhose getragen werden, sodass es den Kleinen auch bei hohen Temperaturen nicht zu heiß wird. Natürlich können Sie auch praktisch denken! Bei Wickelkindern sind Kleider ganz einfach bequem, da Sie nicht vor jedem Wickeln erst zwei oder drei Lagen von Hosen ausziehen müssen. Besonders, wenn Ihr Kind gerade auf dem Spielplatz war und schnell zu seinen Freunden zurückkehren möchte, kann dies Zeit sparen und damit sicherlich auch Ihre Nerven!

Mädchenkleider haben ebenfalls den Vorteil, dass sie meist sehr liebevoll entworfen werden. Während bei Jungenkleidung das typische Auto, Motorrad oder ein austauschbares als männlich empfundenes Objekt auf der Kleidung prangt, warten Mädchenkleider mit Schleifen, Ziernähten, Knöpfen, aufgesetzten Taschen, Reißverschlüssen oder anderen Applikationen auf. Doch bei all den Möglichkeiten und Gelegenheiten, aus Ihrem Schatz einen kleinen Modestar zu machen – denken Sie bitte auch daran, dass es gewisse Grenzen gibt!

Ist Ihnen der Name „Suri Cruise“ ein Begriff? Obwohl kaum drei Jahre alt, ist das Mädchen nicht nur durch ihren berühmten Scientology-Vater bekannt, sondern vermutlich auch wegen der eher fragwürdigen Kleiderwahl, die ihr von ihrer Mutter wohlmeinend verpasst wurde – wohlmeinend für das Image einer modebewussten Mutter wohlbemerkt, nicht des Kindes. Einprägsam waren die Bilder, in denen das zweijährige Mädchen in High Heels an der Hand ihrer Mutter durch den Regen stapft und barfuß zurück läuft, als sie einen ihrer Schuhe verliert. Diese trug sie natürlich passend zu ihrem Armani-Kleidchen. Kein Jäckchen oder Pullover darüber? Nein danke! Wie sollte man denn sonst die geschickte Modeauswahl der Mutter bewundern können, die sie an ihrem eigenen Kind auch bei Temperaturen unter 10°C kompromisslos allen Papparazzo präsentiert, die noch nicht müde geworden sind, sie wieder und wieder zu fotografieren.

Hören Sie also weiterhin auf Ihr eigenes Gefühl. Kleiden Sie ihr Kind bei besonderen Anlässen entsprechend, ansonsten jedoch praktisch und nach den Interessen Ihrer Kleinen. Das schont nicht nur die Nerven und den Geldbeutel, es zeugt auch von Charakterstärke, seiner eigenen Linie zu folgen und sich nicht in die endlose Reihe der Teilnehmer der Mütterolympiade einzureihen, die ihnen noch zwanzig Meter vom Spielplatz entfernt hinterher schreien, dass ihre eigenen Kinder in Designermode viel hübscher aussehen!