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Herren Unterwäsche

Der Unterwäsche vieler Männer wurde früher wenig Beachtung geschenkt. Heutzutage wählt der Mann jedoch auch dieses Kleidungsstück bewusst aus. Besonders modern bzw. häufig von jungen Leuten getragen, ist die sogenannte Boxershorts. Diese erinnert vom Aussehen her an die Hosen, die Boxer bei Ringkämpfen tragen, ist jedoch dünner und kürzer. Inzwischen sind Boxershorts auch eng anliegend und aus Baumwolle hergestellt – mit dieser Wahl macht „Mann“ ganz sicher keinen Fehler.
Entgegen der Unterwäscheabteilung von Frauen können Männer bei der Suche nach der richtigen Wäsche nicht auf eine fachkundige Beratung setzen. Hier spiegelt sich noch heute ein altes Rollenbild wieder, das sich besonders dadurch deutlich macht, dass Männerunterwäsche meist im Vorratspack gekauft wird. Dies ist möglich, da bei diesen Kleidungsstücken zwar die Passform und Größe wichtig ist, jedoch nur in einem gewissen Rahmen sein muss. Dieser Rahmen liegt in den bekannten Größen XS, S, M, L, XL, XLL und kann auch von unbedarften Männern intuitiv erfasst werden. Bei Frauen hingegen kommt es entscheidend auf die genaue Kleidergröße an, da die Unterwäsche hier meist eng am Körper anliegt.
Sie mögen keine Boxershorts? Das macht überhaupt nichts. Denn es gibt noch ausreichend Ausweichmöglichkeiten. Es ist wohl generell eine Geschmacksfrage und eine Frage danach, welche Unterwäsche man persönlich am bequemsten findet. Aber entscheiden Sie sich am besten vorab, denn Unterwäsche ist – einmal ausgepackt – grundsätzlich vom Umtausch ausgeschlossen. Sie möchten über das Internet bestellen, weil die Preise definitiv günstiger sind? Warum ist das eigentlich so? Nun, Internetshops benötigen nun mal keine Ladengeschäfte und kein Verkaufspersonal. SIE als Käufer entscheiden, die Beratung besteht aus der genauen Produktbeschreibung – die Sie natürlich in dieser Form im Laden auch nicht vorfinden. Darüber können Händler im Internet häufig hohe Kosten einsparen und günstigere Preise kalkulieren. Nun aber noch mal zum Reklamationsrecht: der Umtausch ausgepackter Unterwäsche ist aus hygienischen Gründen ausgeschlossen. Deswegen sollten Sie vorher wissen, welche Form von Unterwäsche Sie bevorzugen. Der zeitlose Herrenslip? Oder sind Sie wagemutig und haben auch die entsprechende Figur für einen String?
Unterhemden galten lange Zeit nicht mehr als zeitgemäß, doch Schauspieler wie Josh Holloway, der den „James“ spielte in der bekannten Serie „Lost“ belehrten hier eines Besseren. Schick sah er aus in seinem Feinripp-Unterhemd, nicht wahr? Ihnen als Mann konnte das ja egal sein, aber Ihrer Freundin lief das Wasser im Mund zusammen? Dann nichts wie ran an Feinripp! Das klassische Unterhemd darf nicht nur wieder getragen werden, sondern Frauen finden es viel schöner als das Shirt, das lange Jahre alternativ getragen wurde. Und so ganz grundsätzlich, unter einem edlen Herrenhemd macht sich ein T-Shirt auch nicht besonders gut. Fazit: Herrenunterwäsche mag zwar lange nicht so vielseitig sein wie Damenunterwäsche – jedoch trifft das grundsätzlich auf Herrenmode zu im Vergleich zur Damenmode. Sie kann aber trotzdem modern sein und Ihren Körper gut zur Geltung bringen – sofern Sie sich darauf verstehen, sich für den richtigen Schnitt zu entscheiden. Aber achten Sie auf Qualität. Das Feinripp-Unterhemd bleibt nur sexy, wenn es nach dem Waschen nicht zum Feinhemd-Schlabberhemd mutiert. Ein gut angezogener Mann darf auch ruhig ein nettes „Darunter“ tragen.