Moderatgeber

Festmode

Es gibt Ereignisse im Leben, die nach ganz spezieller Bekleidung verlangen und das ist nicht nur der Hochzeitstag im Leben eines Paares. Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens an einer Reihe von speziellen Events und Feiern teilnehmen oder sie gar selbst ausrichten. Der Albtraum vieler Frauen als auch Männer ist es, „underdressed“ oder „overstyled“ irgendwo aufzutauchen. Und keine Frage, das kann tatsächlich sehr unpassend sein und die Feierlichkeiten ruinieren. Häufig weiß man jedoch nicht so ganz genau, wie der Style bei einer Feier ausfallen wird. Und nicht immer hat man die Chance, sich vorab mal erkundigen zu können oder aber die Personen so gut zu kennen um eine richtige Einschätzung gewinnen zu können.

Nicht nur im Internet, sondern natürlich auch in der Regenbogenpresse kursieren jede Menge Fotos von Promis, die overstyled oder underdressed irgendwo aufgetaucht sind und gleich für Furore gesorgt haben mit ihrem Outfit. Eine Paris Hilton, die im gelben Abendkleid tagsüber mit jede Menge Taschen gesehen wird – ein eindeutiger Hinweis auf eine ausgedehnte Shoppingtour – mag es genießen, alle Blicke auf sich zu ziehen. Gut, grundsätzlich mögen alle Frauen es, wenn sie die Blicke auf sich ziehen. Es fragt sich jedoch immer, was die Blicke auslöst. Ein Abendkleid auf einer Party, auf der alle anderen Gäste nur Jeans tragen wird sicher für Unbehaglichkeit sorgen. Und ganz sicher fühlt man sich auch kaum wohl, wenn man in Jeans zum „lockeren Beisammensein“ erschienen ist und alle anderen Gäste klassische Kostüme tragen.

Nun, diese Auffälligkeiten in der äußeren Erscheinung sind eigentlich Sache der Promis und wohl auch deren Spezialität. Möglicherweise müssen Promis auch gelegentlich auffallen um in der Presse erwähnt zu werden. Und so kann es durchaus ein strategisch kluges Self-Marketing sein das manche Promis dazu bewegt im kanariengelben Abendkleid shoppen zu gehen oder wie Brad Pitt mit Bartwuchs und Wollmütze vollkommen overstyled sich von der Presse erwischen zu lassen.

Für die ganz normal Sterblichen jedoch, die modebewusst sind, einen Stil haben, Kultur besitzen, ist es ein absoluter Albtraum, vollkommen unpassend gekleidet zu sein. Für viele Anlässe gibt es bestimmte Richtlinien, ungeschriebene Gesetze, die man einfach kennt. Zum Gottesdienst in die Kirche am besten im klassischen Kostüm. Gleiches gilt natürlich für eine Taufe und eine Kommunion oder Konfirmation. Diese Anlässe verlangen jedoch nach einem Taufkleid für das Baby oder nach Kommunionskleidung. Bei der Konfirmation wird es schon ein klein wenig schwieriger. In der evangelischen Kirche ist alles etwas freier und das betrifft auch die Äußerlichkeiten. Schwarz-weiß mag manchen Eltern zu spießig erscheinen für ihren Konfirmanden, doch welches Mädchen möchte sich schon mit einem smaragdgrünen Kleid von den anderen abheben?

Für feierliche Anlässe am Abend bevorzugt Frau natürlich ein Abendkleid. Doch welche Art von Abendkleid eignet sich für das spezielle Event? Ein Ballkleid? Ein Cocktailkleid? Ein Abendkleid? Und was ist überhaupt der Unterschied? Und woher weiß man, welche Art Kleid passend ist, um nicht als underdressed oder overstyled sämtliche Blicke auf sich zu ziehen und sich den ganzen Abend über unangenehm berührt zu fühlen?

Ganz einfach. Wer auf einen Opernball geht, trägt ei Ballkleid. Wer auf einen sehr festlichen Anlass am Abend geht, sollte sich für ein Abendkleid entscheiden und wer die restlichen Gäste nicht einschätzen kann, am besten für ein schlichtes Abendkleid. Denn meistens ist weniger sehr viel mehr!