19. April 2012

Wolfgang Joop

Wolfgang Joop

Wolfgang Joop erblickte am 18. November 1944 in Potsdam das Licht der Welt. Er gilt neben Karl Lagerfeld und Jil Sander als einer der erfolgreichsten deutschen Modedesigner und erweckte jüngst sein Label Wunderkind zu neuem Leben.

Nachdem er sein Abitur am Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig abgelegt hatte, begann Wolfgang Joop im Jahr 1966 ein Studium an der dortigen Universität im Bereich Werbepsychologie. Diesem Thema widmete er sich vorrangig auf Drängen seines Vaters, er selbst hatte keinerlei Interesse an diesem Studium und führte es deshalb nicht zu Ende.

Lieber arbeitete er als Restaurator und begann sich für Kunst zu interessieren, weshalb er 1968 ein Studium der Kunsterziehung begann, dieses jedoch ebenfalls nicht beendete.

Vom Modejournalist zum Modedesigner

1970 belegten seine Frau und er die ersten drei Plätze bei einem Design-Wettbewerb der damals bekannten Modezeitschrift Constanze. Wolfgang Joop schrieb fortan für die Zeitschrift Neue Mode als Modejournalist. Ab dem Jahr 1971 arbeitete er als freiberuflicher Journalist und stellte 1978 schließlich seine erste Pelz-Kollektion vor, die große internationale Beachtung fand.

Unternehmensgründung und späterer Verkauf

1982 gründete Wolfgang Joop sein eigenes Unternehmen, die Firma JOOP!, welche 1982 seine erste Damenkollektion produzierte. 1985 stellte er seine erste Herrenkollektion vor. Drei Jahre später verkaufte er aufgrund von Unstimmigkeiten im Management den größten Teil der Firma, im Jahr 2001 stieg er endgültig aus dem Unternehmen aus.

Neuer Anlauf mit der Marke Wunderkind

1999 gründete Wolfgang Joop zusammen mit einem Partner die Wunderkind GmbH & Co. KG, die ihren Sitz in Potsdam hat. Zu Beginn lief das Label relativ gut und erfolgreich, nach und nach sprangen jedoch immer wieder Investoren ab. Nachdem die letzte Modenschau der Firma im Oktober 2010 stattgefunden hatte, wurde im Frühjahr 2012 endlich wieder eine neue Kollektion des Labels vorgestellt und ein deutlich erwachsenerer Look präsentiert.
(Bild: Hans Weingartz/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0 DE)