20. März 2012

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld

Der deutsche Designer und Modeschöpfer Karl Lagerfeld kam am 10. September 1933 in Hamburg unter dem bürgerlichen Namen Karl Otto Lagerfeldt zur Welt. Nicht nur als Designer machte sich Lagerfeld einen Namen in der Modewelt, sondern auch als Fotograf und Kostümbildner.

Karl Lagerfeld wurde als Sohn des ehemaligen Hamburger Kondensmilch-Fabrikanten Otto Lagerfeldt geboren. Die Familie war stets gut situiert. Karl Lagerfeld selbst gibt an, 1938 geboren zu sein. Ein Recherche durch die Bild am Sonntag, die einen Auszug aus dem Hamburger Taufregister sowie Kommentare von Lehrern und Mitschülern veröffentlichte, belegte jedoch, dass Lagerfeld schon 1933 auf die Welt kam.

Nachdem Lagerfeld seine Schullaufbahn in Hamburg beendet hatte, ging seine Mutter mit ihm nach Paris, wo er zunächst eine private Schule besuchte und später bei einem Modemagazin arbeitete. Er lebt heute immer noch in Paris, besitzt aber auch Wohnungen in Monte Carlo, New York und Rom. Seitdem sein Lebenspartner im Jahr 1989 starb, lebt der Designer allein.

Die Karriere von Karl Lagerfeld begann im Jahr 1955, als er einen Wollmantel designte, mit dem einen ersten Wettbewerb gewann. In der Jury dieses Wettbewerbs saß der berühmte französische Modeschöpfer Pierre Balmain, der Lagerfeld daraufhin einen Job anbot. Von 1963 bis 1978 war Karl Lagerfeld außerdem künstlerischer Direktor in der Firma Chloé und entwickelte dort neue Mode. Im Jahr 1980 begann er an der Universität für Bildende Künste in Wien zu unterrichten, an der er bis 1984 als Gastprofessor im Bereich Mode tätig war. Dort wurde er durch Jil Sander abgelöst.

Noch im Jahr 1984 kreierte Karl Lagerfeld sein eigenes Label, das seinen Namen „Karl Lagerfeld“ trug, in Zusammenarbeit mit dem Textilhersteller Bidermann. Dieses Label, das vornehmlich für Strickwaren bekannt war, hatte allerdings wenig Erfolg. Nach der Übernahme durch verschiedene Unternehmen, wie etwa der Dunhill-Gruppe, erhielt Lagerfeld schließlich die Markenrechte 1997 zurück. Zwei Jahre später schaffte der Designer dann mit seiner Kollektion für Damenmode „Lagerfeld Gallery“ einen gelungenen Neuanfang. Und auch die Zweitlinie „KL by Karl Lagerfeld“ entwickelte sich ab Mitte der 90er Jahre, zunächst über eine Kooperation mit Quelle und später durch die Übernahme der Lizenzen von dem deutschen Familienunternehmen Miltenberger FD Fashion Design, zu einem Verkaufsschlager.

Im Jahr 2005 kaufte schließlich der Modekonzern Tommy Hilfiger für 27,5 Millionen US-Dollar sämtliche Lizenzen der Marke „Lagerfeld“. Nur ein Jahr später, nach dem Verkauf der Tommy Hilfiger Corporation, wurde der Vertrieb der
Zweitlinie „KL by Karl Lagerfeld“ eingestellt. Während die Fertigung der Hauptkollektion an eine italienische Firma abgegeben wurde, blieb die Marke „Karl Lagerfeld“ im Besitz des britischen Investors Apax Partners, der Tommy Hilfiger übernommen hatte.

In den letzten zwei Jahren konzentrierte sich Karl Lagerfeld vor allem auf die Konzeption und Neustrukturierung seines Labels. Nachdem Lagerfeld bereits 2004 für das Modehaus H&M designte, ist nun seit Anfang 2012 neue Damenmode zu günstigeren Preisen im Einzelhandel unter dem schlichten Brand „Karl“ erhältlich. Eine Herrenkollektion soll noch diesen Herbst folgen.

Zur Zeit gibt es drei Mode-Kollektionen von Karl Lagerfeld auf dem Markt. Neben den Kollektionen seines eigenen Labels „Karl Lagerfeld“, kreiert der Designer Haute Couture und Prêt-à-porter für Chanel und Fendi.

(Bild: Georges Biard/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)