Damen BHs
Oh ja, wir alle kennen sie noch, die riesengroßen und meist weißen oder hautfarbenen BHs, die am Waschtag auf der Wäscheleine unserer Großmütter hingen. Waren das tatsächlich BHs? Irgendwie muteten sie doch eher an wie ein Brustpanzer, so geschlossen gehalten wie nur möglich und vor allem im Körbchen spitz nach vorne zulaufend – vollkommen unnatürlich. So manch junge Frau war bei diesem Anblick so erschüttert, dass viele sich weigerten, überhaupt BHs zu tragen. Zumindest für einige Jahre. Niemand wollte mit solchen nach vorne spitz geformten Teilen unter dem Pullover oder der Bluse herumlaufen – verständlich! Unterwäsche darf auch schick sein, nein! Sie soll schick sein, sie soll sexy sein, sie soll unsere Vorzüge noch ein Stück mehr zur Geltung bringen.
In den Achtziger Jahren erfuhr der BH endlich eine Totalreform und das im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich sind sie noch erhältlich im Handel, die alten Formen mit den spitz zulaufenden Körbchen. Nicht allerdings in den Damenabteilungen moderner Kaufhäuser oder in Dessousläden. Und keinesfalls in modernen Online-Shops. Hier spezialisiert man sich überall nämlich lieber auf schicke Unterwäsche, die den Frauen der heutigen Zeit schmeichelt und ihr Sex-Appeal betont.
Trotzdem gibt es BHs in mehreren Varianten – und die meisten Frauen besitzen auch all diese Varianten. Der Bügel-BH trägt seinen Namen durch seine schöne Form, die durch einen Metallbügel unter den BH-Körbchen gehalten wird. Eine sehr dezente Variante von BH, die jedoch die weibliche Brust so stützt, wie sie nun einmal ist, nämlich in ihrer natürlichen, runden Form.
Sport BHs finden sich ebenfalls in den Wäscheschubladen der meisten Frauen, denn die Sportbegeisterung ist ja doch in unseren Zeiten recht hoch. Ernsthaft Sport zu treiben ohne Sport-BH ist eigentlich nur den Damen möglich, die relativ kleine Brüste haben. Wer etwas mehr Oberweite hat, benötigt gerade für den Sport mehr Halt und Stütze und das ist bei den modernen Sport-BHs gegeben. Unsexy sind sie trotzdem nicht, ganz im Gegenteil. Hier haben die Designer bewiesen, dass Funktionalität und Sexappeal sich keinesfalls widersprechen müssen.
Das Glanzstück in den meisten Wäscheschubladen ist jedoch der Push up BH, der in den Achtziger Jahren seinen Anfang nahm und sich im Nullkommanichts auf dem gesamten Erdball verbreitete. Der Push up besticht schon durch seine ganz besonders schöne Form, die der Brust einen wirklich guten Halt verleiht und sie optisch sehr schön formt. Der Push up BH enthält in jedem Körbchen ein kleines Polster, das die Brüste ein wenig „aufpolstert“. Das Polster kann man natürlich auch herausnehmen und viele Frauen tun das auch. Der Push up alleine formt die Brüste nämlich schon sehr schön. Mehr Volumen ist eigentlich selten der Wunsch der Frauen. Aber das vorhandene Volumen möglichst schön optisch zu betonen – das ist der Effekt, den Push Up BHs, gerne übrigens auch „Wonderbra“ genannt, auch ganz ohne Pölsterchen schaffen.
Der Balconet-BH formt ähnlich schön wie der Push up. Die Träger sind recht weit auf der Außenseite angebracht, die Brust wird in eine schöne und ansprechende Form gebracht. Keine Frage, Frauen die Wert legen auf eine schöne Optik und vielleicht auch gerne mal einen tieferen Ausschnitt tragen, sind mit Push up und Balconet bestens beraten.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch drei unterschiedliche Trägervarianten. Die durchsichtigen Träger aus biegsamem und weichem Kunststoff sind bestens geeignet für Kleider oder Oberteile mit schmalen Trägern, denn sie sind kaum sichtbar. Ansonsten gibt es noch den Neckholder BH, der im Nacken verschlossen wird und somit das Tragen von Neckholdertops und Neckholderkleidern auch mit BH darunter ermöglicht. Und natürlich die ganz gewöhnliche Trägervariante, die über den Schultern Halt findet.
BHs von heute sind jedenfalls sexy, sportlich, schön, romantisch, sündig, aufregend oder engelhaft, je nachdem was Frau wünscht. Eines ist ihnen jedoch gemeinsam: ein Modell ist schöner als das andere, an den Designs kann man(n) sich kaum satt sehen und im Set mit dem passenden Slip getragen ist Frau perfekt gekleidet – zumindest „darunter“.





