Damen Umstandskleider
Frauen, die in der heutigen Zeit ein Baby erwarten, dürfen sich wirklich freuen, angesichts der riesigen Auswahl schöner Umstandskleider – und natürlich auch Umstandshosen und anderen Kleidungsstücken für schwangere Frauen. Noch vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren sah das ganz anders aus. Eine Frau, die in den Achtziger Jahren und auch noch zu Anfang der Neunziger Jahre ein Baby erwartete, sah sich plötzlich, rein modisch gesehen, mit Dingen konfrontiert, die man vielleicht eher für ein kleines Baby oder überhaupt für ein Kind erwarten würde. Es schien keine Umstandskleider zu geben, die eine schwangere Frau würdevolle Eleganz verleihen konnten.
Ganz im Gegenteil: Modebewusste Frauen, die eigentlich bis zu ihrer Schwangerschaft immer mitten im Leben gestanden hatten, immer auf ihre Kleidung und ihr Auftreten geachtet hatten, mussten sich plötzlich mit Designs abgeben, die Frau eigentlich ihrer ärgsten Feindin nicht zumuten würde. Oder gut, vielleicht einigen auserlesenen Feindinnen, doch grundsätzlich waren Umstandskleider teilweise ein absoluter Albtraum. Nichts gegen Blümchenkleider – die sind sogar sehr schön. Viele Frauen tragen sehr gerne Blümchenkleider. Jetzt – in den Achtzigern war das eigentlich weniger der Fall, also damals vollkommen am Trend vorbei. Neben Blümchen-Umstandskleidern, die natürlich alle auch noch hübsche Rüschen und Schleifchen aufwiesen, also Details, die sich keine Frau unter normalen Umständen freiwillig optisch angetan hätte schien es eigentlich nur unifarbene Kleider (mit Rüschen und Schleifchen), versehen mit kindischen Applikationen zu geben. Die Entenmama war ein beliebtes Motiv. Mama Ente, gefolgt von drei kleinen Babyenten. Mama-Bär war auch beliebt, liebevoll schmusend mit Baby-Bärchen. Grässlich, rein modisch gesehen fast schon ein Trauma für den Rest des Lebens.
Fast schien es damals so, als hätte eine schwangere Frau ab dem Zeitpunkt des wachsenden Bauches kein Recht mehr darauf, sich schick und modisch zu kleiden. Möglicherweise hat sich daraus auch der Trend dahingehend entwickelt, eben keine Umstandskleidung mehr zu tragen. Statt Applikationen mit Mama-Bär auf dem Umstandskleid vor sich herzutragen, entschieden sich die meisten Frauen irgendwann mal dazu, ihren Bauch mehr zu zeigen. Ein Babybauch ist ein schöner Anblick – Frauen wirken in der Schwangerschaft häufig viel schöner, viel strahlender und viel gesünder als in nichtschwangeren Zeiten. Warum also den Bauch verstecken? Nein, das musste nicht mehr länger sein. Eine Umstandshose kombiniert mit ganz normalen T-Shirts oder anderen, dehnbaren Kleidungsstücken, ein gewöhnungsbedürftiger Anblick natürlich damals, wenn man Rüschen, Spitzen und Mama-Ente als Verzierung gewohnt war – aber wieder würdevoll.
Und möglicherweise fiel genau dadurch auf, dass hier wirklich Bedarf besteht und dass keine Frau zur Mama-Ente wird, die sich mit Rüschen umgibt, die sie sonst niemals tragen würde, nur weil sie ein Baby erwartet. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die angebotene Mode für Schwangere glücklicherweise in eine positive Richtung und inzwischen gibt es tolle, schicke, modisch einfach umwerfende Umstandskleider, die durchaus wieder gerne getragen werden. Umstandskleider, die man kaufen mag und sich nicht als Mama-Ente fühlt. Blümchenkleider sind zwar auch in der aktuellen Umstandsmode enthalten, doch jetzt mag man sie auch kaufen, denn in unserer Zeit sind Blümchenkleider hochaktuell. Und hinzu kommt natürlich die Tatsache, dass die heute erhältlichen Umstandskleider im Blümchendesign sich im Wesentlichen gar nicht so sehr von anderen Blümchenkleidern unterscheiden. Hier wurde einfach nur der hübsche Babybauch eingeplant – auf den eine schwangere Frau ja wohl zu Recht stolz ist.





