6. August 2012 von katharina
Kosmetik

Rasieren, Epilieren, Waxing: Die besten Enthaarungsmethoden

Welche Trends die Sommermode auch immer hervorbringt, eins gilt ganz gewiss: Haare sind out – abgesehen natürlich von der möglichst üppigen Mähne auf dem Kopf. Ansonsten stört das mehr oder minder stark ausgeprägte Fell nur, weshalb seinem Wachstum nach allen Regeln der Kunst Einhalt geboten wird. Die richtige Methode gibt es nämlich nicht, da jeder Mensch und jede Hautpartie anders auf das Entfernen der Haare reagieren.

Depilation vs. Epilation: Schnell oder langfristig

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Haarentfernung, nämlich das bloße Abschneiden des äußerlich sichtbaren Haars oder das Herauszupfen an der Wurzel. Ersteres funktioniert schnell und unkompliziert, das Ergebnis hält jedoch höchstens zwei Tage. Letztere Methode ist hingegen zunächst mit dem größeren Aufwand verbunden, lässt die Haare aber erst nach zwei bis vier Wochen nachwachsen, wobei sich der Wuchs mit der Zeit immer mehr ausdünnt. Neben dem Zeitaufwand spielen bei vielen Frauen aber auch Hauttyp und betreffende Körperpartie eine Rolle.

Rasur der Beine

Rasieren ist schnell erledigt, hält aber nicht lange. (Bild: fotolia.de - Vladimir Badaev)

Unkompliziert, aber oberflächlich

Für die Beine ist Rasieren, genauer gesagt die Nassrasur, die wohl beliebteste Methode, weil eine relativ große Fläche innerhalb weniger Minuten von Haaren befreit werden kann. Da dieses Areal eher ebenmäßig ist, besteht zudem kaum Verletzungsgefahr. Im Trend liegen derzeit vor allem Rasierer mit integriertem Rasiergel-Kissen, die diesen Teil der täglichen Körperpflege noch unkomplizierter gestalten.

Um Hautirritationen vorzubeugen, sollte die Klinge regelmäßig gewechselt werden, da stumpfe Exemplare das mehrmalige Gleiten über dieselbe Stelle nötig machen und die Haut so unnötig reizen. Nach der Rasur empfiehlt es sich, eine beruhigende After-Shave- oder andere gut verträgliche Lotion aufzutragen. Auch Après-Sun-Produkte helfen Irritationen in Schach zu halten, jedoch sollte für diese Art der Zweckentfremdung kein Alkohol enthalten sein.

Schmerzhaft, aber effektiv

Für längerfristige Erfolge sorgen hingegen Epilierer und Wachs, die das Haar an der Wurzel und nicht nur an der Hautoberfläche entfernen. Problematisch sind diese Methoden vor allem wegen des schmerzhaften Herauszupfens der Haare. „Das mit der Epilation verbundene Unbehagen steht in direkter Verbindung zu der Anzahl der Haare, die auf einmal ausgezupft werden“, erklärt die Dermatologin Daniela Greiner im Interview mit beautypress.de. „Dem ließe sich durch ein Pinzettensystem begegnen, das weniger Pinzetten pro Reihe aufweist. Denn weniger Pinzetten bedeutet auch weniger Haare zur gleichen Zeit – also verringertes Schmerzempfinden.“

Erst kühlen, dann zupfen

Da eine derartige Regulation zumindest bei der Entfernung mit Wachs nicht möglich ist, helfen auch vorbereitende Maßnahmen, um den Zupf-Schmerz zu lindern. Juckreiz und Rötungen lassen sich vor allem durch die vorherige Kühlung der Haut effektiv verhindern. „Wird die Haut vor dem Epilieren gekühlt, hilft dies solchen Erscheinungen vorzubeugen. Die Haut muss dazu für mindestens 30 Sekunden gekühlt werden“, rät Hautexpertin Daniela Greiner. Kühlende Gelkissen erfüllen diesen Zweck am besten, sollten jedoch nicht direkt auf der Haut aufliegen, sondern nur in ein Tuch gehüllt benutzt werden.

Epilationstechniken sind vor allem für weichere Hautpartien, das heißt Bikinizone oder Achseln, geeignet, da die Haare an diesen Stellen seltener einwachsen als an den Beinen. Zu dieser Art der Irritation kommt es nämlich durch eine zu starre Hautoberfläche, die von feinen Härchen manchmal nicht durchdrungen werden kann. Peelings und regelmäßiges Eincremen lindern dieses Problem aber auch an den Beinen deutlich.

Dauerhafte Entfernung nur beim Experten

Das Nachwachsen der Haare kann jedoch auch mit normalen Epilationsmethoden nicht verhindert werden, da die Haare zwar an aber eben nicht mit der Wurzel entfernt werden. Wer das Thema Haarentfernung ein für alle Mal erledigen möchte, muss sich in Expertenhände begeben, denn wirklich dauerhaft ist lediglich die Elektroepilation, bei der jedes Haarfolikel einzeln mit einer Sonde verödet wird. Denn auch Verfahren mit Laser oder Intense Pulsed Light entfernen Haare nicht für den Rest des Lebens, reduzieren den Wuchs aber immerhin spürbar.

Ähnliche Beiträge