23. Juni 2012 von Katharina Ziegler
Kosmetik

Cellulite: Was hilft wirklich gegen Orangenhaut?

Fast alle Frauen und auch einige Männer haben früher oder später mit den unschönen Dellen an Oberschenkeln und Oberarmen zu kämpfen: Cellulite vermiest den Spaß an knapper Sommermode und macht dabei selbst vor Frauen mit Modelmaßen nicht Halt. Das muss jedoch nicht sein, denn mit gezielten Maßnahmen lässt sich die Bindegewebsschwäche zumindest optisch lindern.

Lästig, aber ungefährlich

Cellulite ist zwar vor allem im Sommer sehr lästig, zumindest aber keine gesundheitliche Bedrohung, da es sich bei den Dellen um ein rein optisches Problem handelt. Sie entstehen, wenn sich Fettzellen im Unterhautfettgewebe anfüllen und zwischen den stützenden Kollagensträngen im Bindegewebe hervorquellen.

Cellulite

Cellulite ist ein rein ästhetisches Problem. (Bild: Adam Gregor – Fotolia.com)

Die Veranlagung zu Cellulite wird allen Frauen genetisch mit auf den Weg gegeben, die spezifische Ausprägung hängt jedoch nicht nur vom Erbmaterial, sondern auch von Hormonhaushalt, Lebensstil und Hautpflege ab.

Ein guter Ausgangspunkt um den Kampf gegen die Orangenhaut aufzunehmen, ist in jedem Fall eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und anderen leeren Kohlenhydraten. So wird der Insulinspiegel in Schach gehalten und das Wachstum von Fettzellen gebremst.

Sport für einen straffen Körper

Doch mit gesunder Ernährung allein bleiben auch schlanke Frauen nicht von Cellulite verschont. Unverzichtbar für eine straffe Silhouette ist und bleibt ein gewisses Maß körperlicher Ertüchtigung, das nicht nur Fett verbrennt, sondern auch die Muskeln stärkt. Eine Kombination aus Ausdauersport, wie Radfahren oder Joggen, und gezieltem Krafttraining erzielt gemeinhin die besten Ergebnisse im Kampf gegen Orangenhaut.

Einfache Übungen wie Ausfallschritte und Kniebeugen führen entgegen der Angst vieler Frauen nicht zu massigen Muskeln, sondern zu einer definierteren Silhouette. Rund fünfzehn Wiederholungen pro Übung sollten es dabei schon sein, um einen sichtbaren Erfolg herbeizuführen, beispielsweise beim abendlichen Fernsehen oder während des Zähneputzens am Morgen.

Kräftig massieren statt teuer cremen

Die Kosmetikindustrie reagiert mit immer neuen und immer waghalsigeren Produktversprechen auf die Unzufriedenheit vieler Frauen mit ihrer Cellulite. Wirklich helfen können jedoch nur die wenigsten, da Cremes und Lotionen lediglich in die Oberhaut und nicht in das darunter liegende Bindegewebe eindringen. Effektiver als teure Spezialprodukte ist deshalb eine kräftige Massage, die als leichte Drainage überflüssige Wassereinlagerungen abtransportiert und die Durchblutung anregt.

Einen ähnlich günstigen Effekt erzielen Bürstenmassagen oder Wechselduschen, die ganz einfach und ohne großen Zeitaufwand ins tägliche Beauty-Programm integriert werden können. Bei allen Maßnahmen gegen Cellulite gilt nämlich, dass sie nur bei regelmäßiger und dauerhafter Anwendung Erfolg versprechen und man trotz eiserner Disziplin keine Wunder erwarten darf. Schnelle Hilfe verspricht hingegen leicht gebräunte Haut, die den Körper automatisch straffer und gesünder aussehen lässt.

Die besten Tipps auf einen Blick

Ernährung: Zucker, Weißmehlprodukte und andere Lebensmittel mit hohem glykämischen Index sollten weitestgehend vom Speiseplan gestrichen werden. Stattdessen gilt es, den Anteil an Proteinen sowie wasserhaltigem Obst und Gemüse zu erhöhen, um die Kalorienzufuhr insgesamt zu drosseln.

Sport: Die besten Ergebnisse werden mit einer Kombination aus Ausdauersport und Krafttraining erzielt. So bringen Joggen, Radfahren, Schwimmen etc. überschüssige Fettreserven zum Schmelzen und gezielte Übungen sorgen für Muskelwachstum an den richtigen Stellen, ohne jedoch eine breitere Silhouette zu schaffen.

Hautpflege: Statt teurer Cremes helfen kräftige Massagen, egal ob mit Öl, einer speziellen Lotion oder einer Bürste unter der Dusche. Mithilfe einer Drainage werden zudem überschüssige Wassereinlagerungen abtransportiert.

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