Damenmode, Trends

Im trendy Mustermix gegen einfarbige Langeweile

Die Idee des bewussten Stilbruchs ist nicht neu, aber immer wieder gut: Die auf den ersten Blick nicht zusammenpassende Mischung von Mustern wirkt cool und stylish wie kaum ein anderes Outfit. Schon lange wurde der Mustermix nicht mehr so ausgiebig zelebriert wie im Modejahr 2012. Schließlich sind die Zutaten in Hülle und Fülle vorhanden, denn egal ob sich nun Ikat zu Paisley gesellt oder Blumenmuster und Hahnentritt in einem einzigen Outfit vereinen, wird man mit dem Trend Mustermix auf jeden Fall zum Hingucker. Wer unter Kollegen und Freunden nicht gleich für Ohnmachtsanfälle sorgen möchte, tastet sich mit solo getragenen oder bedachtsam aufeinander abgestimmten Mustern an diesen Trend heran.
 

Durchblick im bunten Musterdschungel

Den Grundstoff für diese Königsklasse des Kombinierens liefern diverse Muster, die altbekannt oder neu aufgelegt auf Blazern, Blusen und Hosen zu entdecken sind. Stärkster Trend 2012 sind Blumenmuster, die mehr oder weniger bunt vor allem im Sommer zum Einsatz kommen. Daneben betonen auch Obst- und Gemüsemotive die Leichtigkeit und Frische der warmen Jahreszeit. Natürlich lassen die neuen Kollektionen von Designern und Modeketten auch Klassiker wie Paisley und Hahnentritt nicht missen und verbreiten mit Ikat und Tartan folkloristische Stimmung. Weiterer Trend sind Muster im Art-Deco-Stil, die einen wunderbaren Gegensatz zu Fotoprints und Python-Optik bilden. Falls trotzdem nicht das Richtige dabei ist, um den stilsicheren Stilbruch zu begehen, gilt es, selbst als Muster-Designer aktiv zu werden. Entweder kann man ein einzigartig gestaltetes Shirt bedrucken lassen oder auch ganz kreativ zu Stoffmalfarbe greifen.
 

Gewagt und doch harmonisch

Mustermix in Blau

Perfekt kombiniert: Blümchenrock und gestreiftes Oberteil harmonieren mit trendiger Strickjacke und auffälligen Accessoires. (Bild: fotolia.de - Mee Ting)

Der besondere Clou beim Mustermix ist das paradoxerweise doch harmonische Gesamtbild, das nur mit geübtem Auge gelingt. Unterschiedliche Muster sollten zumindest eine Farbe als kleinsten gemeinsamen Nenner haben, um im Mix optisch voneinander zu profitieren. Im Idealfall wird dieser Farbton durch Schuhe und Accessoires wieder aufgehoben und rundet das Outfit so harmonisch ab. Auch ähnliche Formen oder Motive können zu einer stimmigen Gesamterscheinung beitragen. Allerdings macht oft erst ein deutlich erkennbarer Unterschied der Muster den Reiz dieses Looks aus. Eine gelungene Mischung bewegt sich also auf einem sehr schmalen Grat und ist in erster Linie dann perfekt, wenn sich die Trägerin in ihrem Outfit wohlfühlt.
 

Tipps für den mustergültigen Einstieg

Um sich langsam an das Thema Mustermix heranzutasten, sollte beim Mischen zunächst mit zweifarbigen Mustern vorlieb genommen werden. Vor allem Schwarz/Weiß-Designs bieten sich für Einsteiger ein und kommen auch einzeln getragen ohnehin nie aus der Mode. So wird ein gestreiftes T-Shirt mit einem gepunkteten Blazer veredelt oder eine Bluse mit Vichy-Muster zum Rock mit geometrischem Design ausgeführt. Auch die Kombination mit unifarbenen Basics wie Stoffhose oder Strickjacke kann den Muster-Look entschärfen und bürotauglich machen.

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