11. Dezember 2011 von Katharina
Allgemein

Kaschmir: Ein zarter Hauch von Luxus

Der Begriff Kaschmir beschwört Gedanken an Luxus und Exotik herauf, an hochwertige Wollprodukte, die nicht kratzen und trotzdem warm halten. Das besondere Garn ist die feinste aller Wollfasern und betört die Sinne in Form der unterschiedlichsten Kleidungsstücke. Denn gehüllt in einen unnachahmlich weichen Kaschmir-Pullover ist der graue Winter schnell vergessen.
 

Edles Material mit exotischer Herkunft

Wollgewebe aus Kaschmir

Gewebe aus Kaschmir ist unnachahmlich weich und wärmend. (Bild: fotolia.de - Irina Drazowa-Fischer)

Den orientalisch anmutenden Namen verdankt die hochwertige Wolle ihrer Herkunft. Nur Kaschmirziegen aus dem gleichnamigen Gebiet im Himalaya liefern die weichen Fasern, die erst bei extremer Kälte wachsen. Für Kaschmir wird nur das weiche Unterfell der Ziege herausgekämmt, das ähnlich wie Daunen im Gefieder von Vögel am weichsten ist. Diese Haare sind deutlich feiner als Wollfasern anderer Tiere und deshalb so begehrt und wertvoll. Pro Jahr werden etwa 150 bis 200 Gramm aus dem Fell einer Ziege gebürstet, gereinigt und verarbeitet reicht das meist nicht einmal für einen einzigen Schal. Aufgrund dieser Knappheit wird Kaschmir oft mit anderen Wollsorten oder synthetischen Fasern gemischt und ist so auch für eine breitere Masse erschwinglich.
 

Designklassiker aus Kaschmir

Besonders begehrt sind Pullover aus Kaschmir, die direkt mit der Haut in Berührung kommen und wohlige Wärme spenden. Zudem ist Kaschmirwolle ein ganz besonderer Glanz eigen, der jedes Outfit veredelt. Am klassischsten sind gerade geschnittene Feinstrickpullover mit langen Ärmeln und einem halsnahen V-Neck oder Rundhalsauschnitt, mit denen Frauen und Männer gleichermaßen gut gekleidet sind. Auch der so genannte Pashmina, ein gewebtes Tuch aus Kaschmir oder Seide, gehört zur Grundausstattung einer Kaschmir-Garderobe.
 

Liebling der Designer

Das edle Material wird vor allem im höherpreisigen Segment gerne verarbeitet. Das auf Strickwaren konzentrierte Label Pringle of Scotland, das als Erfinder von Argyle-Muster und Twinset gilt und derzeit mit Schauspielerin Tilda Swinton wirbt, bietet auch in dieser Saison eine große Bandbreite an Kaschmir-Kleidung. Eine sehr glamouröse Interpretation erfuhr die edle Wolle in der letzten Winterkollektion von Versace, die ein bodenlanges Kaschmir-Kleid in Wickeloptik hervorbrachte. Allgemeine Bekanntheit erlangte der cremefarbene Dress durch Angelina Jolie, die ihn bei einer Filmpremiere im Dezember 2010 trug. Alltagstauglichere Strickwaren bieten Firmen wie Repeat und Villa Gaia, die fast ausschließlich Produkte aus Kaschmir vertreiben.
 

Pflegetipps

Damit Kleidungsstücke aus Kaschmir lange Freude bereiten, bedarf es einer besonderen Pflege. Zwar reicht es auch bei direkt auf der Haut getragenen Stücken oft aus, sie auszulüften, etwa alle vier Tage ist aber dennoch eine gründliche Reinigung mit Wasser und Waschmittel nötig. Diese kann durchaus in der Waschmaschine im schonenden Wollprogramm erfolgen, solange bei höchstens 30 Grad gewaschen und mit maximal 400 Umdrehungen geschleudert wird. Zum Trocknen wird das Kleidungsstück auf einem flachen saugfähigen Untergrund ausgebreitet und kann anschließend bei mittlerer Temperatur gebügelt werden.

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